Black Friday und das Weihnachtsgeschäft gehören für viele Online-Händler zu den umsatzstärksten Wochen des Jahres — aber auch zu den anfälligsten für Lagerprobleme. Wer sich nicht rechtzeitig vorbereitet, riskiert Überverkäufe, verspätete Lieferungen und leere Lager genau dann, wenn die Nachfrage am höchsten ist.
Warum saisonale Spitzen besondere Planung brauchen
Im normalen Tagesgeschäft gleichen sich Bestellschwankungen meist von selbst aus. In der Vorweihnachtszeit oder rund um Black Friday kann sich das Bestellvolumen dagegen innerhalb weniger Tage vervielfachen — Prozesse, die im Alltag reibungslos laufen, geraten dabei schnell an ihre Grenzen.
Frühzeitig mit der Planung beginnen
- Verkaufsdaten der Vorjahre auswerten — welche Produkte waren in der Saison besonders gefragt, wo gab es Engpässe?
- Lieferzeiten der Lieferanten einkalkulieren — gerade bei Importware können Lieferzeiten im Herbst deutlich länger sein als im übrigen Jahr.
- Bestseller priorisieren — nicht jedes Produkt braucht denselben Sicherheitsbestand; auf die erfahrungsgemäß stärksten Artikel konzentrieren.
Prozesse, die vor der Spitze geprüft werden sollten
- Automatischer Bestandsabgleich über alle Kanäle — gerade bei hohem Bestellvolumen ist manueller Abgleich nicht mehr praktikabel.
- Versandprozesse — reichen die aktuellen Kapazitäten und Vereinbarungen mit Versanddienstleistern für das erwartete Volumen?
- Rückstände und Lieferzeiten kommunizieren — falls ein Artikel ausverkauft ist, sollte das im Shop sofort sichtbar sein, statt zu verspäteten Stornierungen zu führen.
Nach der Saison: Auswertung nicht vergessen
Nach Black Friday und Weihnachten lohnt sich ein Rückblick: Welche Artikel liefen besser oder schlechter als erwartet? Wo kam es zu Engpässen? Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Planung des nächsten Jahres ein — vorausgesetzt, die Daten liegen strukturiert vor und müssen nicht erst mühsam aus mehreren Systemen zusammengetragen werden.
Fazit
Saisonale Verkaufsspitzen lassen sich nicht verhindern — aber gut vorbereiten. Wer rechtzeitig vor Black Friday und Weihnachten Bestände, Lieferzeiten und Versandprozesse prüft und auf automatisierten Bestandsabgleich setzt, geht deutlich entspannter in die umsatzstärksten Wochen des Jahres.
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